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Vorschau auf das Programm

Der Frühling beginnt und damit auch die Festival Saison. Eines der ersten im Lande ist das Bluesfestival Basel (BFB). Gestern informierte die Leitung an einer Presseorientierung in der Lobby des Stücki Einkauszentrums über das Programm und die begleitenden Aktivitäten.

Bereits zum zweiten Mal wird das Festival mit einem Konzert im benachbarten Weil am Rhein eingeläutet. Am 22. März 2013 spielen der Schweizer Shooting Star Fabian Anderhub und die deutsche First Class Blues Band im grenznahen Städtchen, das sich seit Jahren kulturell ausserordentlich engagiert zeigt und besonders Blues fördert. Die regionale Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinaus hat sich bewährt und soll noch erweitert werden. Das zeigt sich auch an der Promo Blues Night, dem Talentwettbewerb des Festivals, bei dem sich in diesem Jahr zum ersten Mal Bands aus dem Elsass und dem süddeutschen Raum bewerben konnten. Tatsächlich konnte sich im Voting auch eine Band aus Lörrach durchsetzen, die zusammen mit zwei Gruppen aus der Schweiz am 9. April 2013 in der Promo Blues Night (früher Swiss Talent Blues Night) den Hauptteil des Festivals eröffnen. Sie ist einer der Beiträge des Festivals zur Nachwuchsförderung. Deshalb ist auch der Eintritt an diesem Anlass frei.

Mit Georg Schroeter und Marc Breitfelder präsentiert das BFB die Gewinner des International Blues Awards 2011. Es war das erste Mal seit 27 Jahren, dass eine europäische Gruppe einen Preis bei der IBC gewonnen hatte. Die beiden Kieler Musiker spielen eine mitreissende Form des Blues, stark in der Tradition des Chicago Blues. Anschliessend tritt Sharrie Williams auf. Die The Princess of The Rockin' Gospel Blues bietet mit ihrer kraftvollen Stimme eine temperamentvolle Show mit einer Mischung aus souligem Blues und treibenden Rock Elementen.

Der 1960 geborene Earl Thomas hat relativ spät zur Musik und veröffentlichte erst 1991 sein Debutalbum, im folgenden Jahr war er in Montreux zu sehen. Danach ging es mit seiner Karriere richtig los, er tourte mit Ray Charles, Elvis Costello, Etta James und B.B. King und brachte zwölf CDs heraus. Sein Stil ist eine Verschmelzung von Stax - Soul mit modernem elektrischen Blues.

Philip Fankhauser ist inzwischen allgemein bekannt und hat als Coach bei Voice Of Switzerland noch an Popularität gewonnen, auch bei Leuten die sonst mit dem Blues nichts am Hut haben. Allerdings hatte er sich bereits vorher über die Grenzen hinaus einen Namen erarbeitet. Seit seiner Rückkehr aus den USA im Jahre 2000 ging es dann richtig los. Seine Alben stürmten die Charts, eines davon erreichte Gold- und Platinstatus und er entwickelte sich zu einem Publikumsmagneten. Seine Qualitäten als Songschreiber, Sänger und Gitarrist und seine Show begeistern. Das liegt auch daran, dass er sich stilistisch breiter positioniert hat, was ihm von Puristen übel genommen wird.

Sie wird in einer Linie mit Etta James oder Koko Taylor genannt. Wie immer man zu solchen Vergleichen steht, Dejuana Rochon Logwood, alias MZ Dee hat eine Bluesstimme, die unter die Haut geht. Am Festival tritt sie mit dem italienischen Musiker Maurizio Pugnos Organ Trio, verstärkt durch eine  Hornsection auf. Die Zusammenarbeit führte zu einer erfolgreichen Tournee durch halb Europa und der 2012 erschienenen CD «Letters From The Bootland», die hoch gelobt wird. Das Album demonstriert ihre Qualitäten als Songschreiberin.

Seinen Nicknamen Steady Rollin' Margolin hat sich Bob Margolin verdient. Seit den siebziger Jahren ist der Vertreter des klassischen Chicago Blues sowohl mit eigener Band, als auch als Gastmusiker erfolgreich unterwegs. Sieben Nominierungen und zwei erhaltene Blues Awards sagen etwas über seine Qualitäten aus. Er ist Kolumnist der «Blues Revue» und betreibt mit Steady Rollin' Records sein eigenes Label. Auch er ist mit einer italienischen Band auf Tour, der Mike Sponza Band. Seit Anfang der neunziger Jahre ist Mike Sponza aus Triest im Geschäft, 1996 veröffentlichte er seine erste CD und seither sind 14 weitere Alben erschienen. Mit dem Projekt Mike Sponza & Central European Blues Convention führte er 15 Musiker aus allen Teilen Europas zusammen und veröffentlichte 2005 die CD «Kakanic Blues» die so erfolgreich war, dass er 2008 eine zweite CD mit der gleichen Besetzung nachschob. Beide Alben wurden wohlwollend bis begeistert aufgenommen. Im März 20121 erschien die erste CD aus der fruchtbaren Zusammenarbeit Margolins und Spozas: «Blues Around The World».

Am Abschlussabend tritt Bluecerne auf. Die Band durfte 2011 die Schweiz an der ersten «European Blues Challenge» in Berlin vertreten und hat 2012 die Promo Blues Night des vorigen Festivals gewonnen. Die Luzerner Gruppe gehört zu den besten Bluesacts der Schweiz. Seit rund zwölf Jahren spielen Renato Cazzaniga (voc); Heinz «Moby» Arnold (p, org, har); Roli Mosimann (g); Michi Bütikofer (b); Eric Kunz (dr); Patrick Röösli (sax); Beda Wenk (tp) erfolgreich einen Mix aus ausgesuchten, klassischen Songs und eigenem Material mit einem Schwerpunkt im Soul.

2009 wurde «Chicago Blues - A Living History» von Lurie Bell, Billy Branch, Billy Boy Arnold und John Primer ins Leben gerufen und war von Anfang an eine Erfolgsgeschichte. Das Projekt versteht sich als …Tribut an die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft des Chicago Blues. Die erste Doppel CD erschien im gleichen Jahr. Sie ist aber keine Kompilation oder Anthalogie vergangenen Glanzes, noch eine Retroaufnahme. Sie hat auch keine archivarische oder geschichtliche Sammlung mit Anspruch auf Vollständigkeit. Sie enthält Titel von 1940 bis 1991 in chronologischer Reihenfolge, die von Musikern eingespielt wurden, die diesen Stil geerbt und gepflegt haben. Sie macht so die Entwicklung des Chicago Blues erlebbar. Der Erfolg ermutigte zu einer zweiten Doppel CD, «Chicago Blues - A Living History. The (R)evolution Continues», die 2011 erschien. Sie folgt dem Schema der ersten und enthält Titel von 1942 bis 1998. Natürlich ist das Projekt auch auf Tour. 2009 trat die Band in der Schweiz zum ersten Mal am Piazza Blues in Bellinzona auf. 2012 waren sie am Lugano Jazz Festival und in Montreux zu erleben. Nun werden sie in Basel auftreten und es wird einer der Höhepunkte sein.

Die Living History Band tritt in unterschiedlicher Zusammensetzung auf, wobei in der Regel die Gründungsmitglieder mitspielen und mit Musikern ergänzt werden, die ebenfalls in der Tradition des Chicago Blues zuhause sind. Für das Bluesfestival Basel sind dies:

Sam Burckhardt, der Basler Jazz- und Bluessaxophonist, der seit über dreissig Jahren in Chicago lebt. Dort ist er mit einer eigenen Band, «The Sam Burckhardt Combo» und in verschiedenen anderen Formationen zu erleben. Seine Wurzeln pflegt er jedoch und setzt sich besonders für Basel ein, indem er jedes Jahr für das Bluesfestival interessante Musiker gewinnt und auch auftritt. Sein Einsatz für den Blues wurde 2008 mit dem Swiss Blues Award honoriert.

Das Festival dauert vom 22. März bis 14. April 2013. Mehr Informationen auf der Website des Festivals

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