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Die 56sten Grammy Awards sind verliehen, die Smoking-Anzüge wieder zum Kostümverleiht gebracht oder zum Lüften auf den Balkon gehängt. Die Grammies sind für die Musikbranche bekanntlich was die Academy Awards für die Filmbranche sind: unendlich langweilige und langfädige Ehrenveranstaltungen, die man aber dennoch besuchen muss, wenn man im Kuchen mitmischen will. Und dann gehen auch noch achtzig Prozent der Leute enttäuscht nach Hause, weil sie keinen Award erhalten haben. Trotzdem sind die Grammies eine wichtige Auszeichnung, deren Gewinn den Preis der Buchung für eine Künstlerin oder einen Künstler definiert. Es geht also um Ruhm und Ehre, um Hochsteckfrisuren (oder wie dieses Jahr um Roboterhelme) und um Aufmerksamkeit. Gerade diese wird dem Blues weniger und weniger zuteil. Gesonderte Kategorien für traditionellen und zeitgenössischen Blues wurden aufgehoben. All das ist schade, lässt sich aber nicht ändern. Freuen wir uns also, dass es überhaupt noch einen Award in der Kategorie Blues gibt. And the Winner is...

 

 

… wahrscheinlich sehr glücklich. An dieser Stelle haben wir schon über die Nominationen für den Grammy berichtet. Wir können uns also direkt den Siegerinnen und Siegern zuwenden.

Im Bereich «Best Blues Album» hat das Ding Ben Harper gewonnen, der gemeinsam mit Charlie Musselwhite für das Album Get Up ausgezeichnet wurde. Ein in der Tat wunderbares Album mit eher traditionellem Blues, vornehmlich akustisch gespielt.

Der Jungstar der Szene, Gary Clark Jr. Konnte auch ein Grammophon-Preischen mitnehmen für seinen Song Please Come Home, eine sehr Marvin Gaye-artige Performance auf seinem Album Blak and Blu. Der Preis erhielt er in der Kategorie «Best Traditional R&B Performance». Hier geht’s zur Liste sämtlicher Nominationen sowie der Gewinner.

Die Preise sind alle vollkommen verdient gewonnen, keine Frage. Trotzdem bleibt ein Kopfschütteln darüber, dass das Siegeralbum Get Up in derselben Kategorie nominiert war wie Beth Hart und Joe Bonamassas Kooperation Seesaw. Aber wer den Kopf schüttelt, sei erneut an den Anfang des Artikels verwiesen: Es geht nicht um Musik, es geht um Ehre, Aufmerksamkeit und damit in letzter Instanz um - jawoll - Geld.

Wer sich ein Bild vom frisch gebackenen Gewinner machen will: Am 7. Mai gibt Ben Harper in der Schweiz ein Konzert. Er spielt im KKL Luzern.

 

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Diese Auszeichnungen haben wir erhalten:

SwissBluesAward2014 winner 150x160px

GermanBluesAward 2015 bluensnews.ch

 

 

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