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Buddy Guy zweimal ausgezeichnet

Zwei relativ neue Videos auf Youtube zweigen Buddy Guy als den Elder Statesman des Chicago Blues, der er inzwischen ist. Die beiden auf Youtube einsehbaren Videos zeigen Buddy Guy bei einem Konzert in Morrison, Colorado im sogenannten «Red Rocks Amphitheatre». In diesem Konzert spielt Guy elektrisch wie auch akustisch und zeigt sich einmal mehr auf der Höhe seiner Fähigkeiten. Hier spielt er ausgezeichnet. Im zweiten Video wird Buddy Guys ausgezeichnet, und zwar anlässlich einer Ehrung Ehrung im Washingtoner Kennedy Center. Die «Kennedy Center Honors» sind eine hohe Auszeichnung für Künstler aller Gattungen, und 2012 war die Reihe an Guy, gemeinsam mit Dustin Hoffman, David Letterman, Led Zeppelin und der Balletttänzerin Natalja Romanowna Makarowa. Die Laudatio hält Morgan Freeman.

 

 

Beide Videos zweigen Buddy Guy in unterschiedlichen Settings. Im Konzert ist er ganz der Showman, mit gepunktetem Hemd, gepunkteter Gitarre und sogar einem Teppich in Polka Dot-Design, auf dem er steht. Er geht durch seine stark durch Interaktion mit dem Publikum geprägte Live-Show, wobei als spezielle Neuerung hier ein kleines akustisches Set dabei ist. Das Konzert fand 2013 statt und Buddy Guy zeigt dabei nicht nur seinesattsam bekannten Qualitäten als Sänger und Gitarrist, er bittet auch den jungen Quinn Sullivan auf die Bühne. Diesen jungen Mann hat Guy gewissermassen unter seine Fittiche genommen und das Zusammenspiel der Generationen ist interessant anzusehen, wenn Sullivan auch erst die technischen Fähigkeiten besitzt, aber noch nicht den eigenen Ausdruck. Hier klingt er noch wie ein Eric Clapton-Clon.

Bei der Ehrung im Kennedy-Center muss Buddy Guy nur die Fassung wahren und einen Smoking tragen, aber seine schönen Augen verraten, wie stolz dieser Sohn eines Sharecroppers aus Lousiana ist, in Washington vor den Augen eines Schwarzen Präsidenten geehrt zu werden. Morgan Freeman hält eine wunderbare Laudatio, leicht und voller Sympathie, und dann werden einige Bluestitel gespielt: Tracy Chapman spielt Hound Dog, Jimmie Vaughan und Gary Clark Jr. teilen sich die Bühne für The Things I Used to Do Beth Hart und Jeff Beck I’d Rather be Blind (Jeff Beck leistet sich den Fashion-Fauxpas des Abends: er tritt in Jogginghosen, Nietengurt und Hosenträgern auf!), Bonnie Raitt spielt Sweet Home Chicago, wird dabei von den anderen unterstützt. Wieso man es nicht geschafft hat, drei Titel zu covern, für die Buddy Guy bekannt ist, bleibt das Geheimnis der Organisatoren. Für die drei ebenfalls an diesem Abend geehrten Mitglieder von Led Zeppelin werden auch deren titel gecovert, und für eine Bluespersönlichkeit wie Guy dann mit Hound Dog und I’d Rather be Blind zu spielen, ist zumindest befremdlich. Gleichwohl ist es natürlich schön, dass mit Buddy Guy ein weiterer Bluesman geehrt wird, denn bisher war 1995 B.B. King der einzige reine Bluesmusiker.

 
 
 

 

 

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