Richard Koechli: Dem Blues auf der Spur
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Der texanische Ausnahmegitarrist ist tot.

Er war ein auffällger Mann. Der am 24. Februar 1944 als John Dawson Winter III. in Texas geborene Musiker Johnny Winter kam mit Albinismus auf die Welt, wie auch sein rund zwei Jahre jüngerer Bruder Edgar. Mit ihm, dem Komponisten und Multi-Instrumentalisten, gründete er als Teenager die erste Band  Johnny and the Jammers und spielte die Platte School Day Blues ein. Er konnte mehrere Instrumente spielen, konzentrierte sich aber auf die Gitarre, wo er es zur Meisterschaft brachte, die ihm den 63. Platz in der Liste der besten Gitarristen des Rolling Stone Magazins sicherte.

Vielen galt er als bester weisser Bluesgitarrist überhaupt. Das Magazin verhalf ihm mit einem überschwänglich lobenden Artikel 1968 auch zum Durchbruch. Nach den unter Musikern fast üblichen überwundenen Problemen mit Heroin Ende der 60er Jahre kam es 1973 mit der LP Still «Alive and Well» zum erfolgreichen Comeback. 1977 produzierte er mit Muddy Waters «Hard Again». In der Folge kamen einige hochkarätige Alben der beiden heraus, die Grammy Awards gewannen. Sein Auftritt in der 4. Rockpalast Nacht machte ihn 1979 auch in Europa über Nacht bekannt. 1988 wurde er in die Blues Hall Of Fame aufgenommen. Er blieb Zeit seines Lebens seinem Stil, einem erdigen Bluesrock verbunden und folgte nie den Modeströmungen. Er spielte virtuos und temperamentvoll. Sein Werk schliesst rund 20 Alben und eine Unmenge Liveaufnahmen ein. Anfangs September wird sein letztes Album erscheinen «Step Back». Am 16. Juli starb er in seinem Hotelzimmer in Bülach.

 

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