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Walter Baumgartner ist ein aussergewöhnlicher Bluesmusiker. Er ist nicht nur ein guter Interpret, ein Bandleader und beliebter Sessionmusiker, sondern ein Botschafter des Blues, der sich aktiv dafür einsetzt, dass der Blues weiterlebt und zwar nicht in musealer Repetition des alten Materials, sondern aktiv - da, wo auch die Gesellschaft weiterlebt: bei der Jugend.

Wenn man sich vor Augen führt, dass Walter Betriebsökonom ist und nur etwa die Hälfte seiner Zeit „nebenbei“ der Musik widmen kann, ist es beeindruckend, was er alles auf die Beine gestellt hat und wie aktiv er sich für den Blues engagiert.

Seinen Weg zur Musik entdeckte Walter vergleichsweise spät. Wie auf seiner Website zu lesen ist, verbrachte er die Zeit vor allem mit Sport: Damit ähnelt er seinem berühmten Namensvetter, der Lieder für Stars wie Vico Torriani, Lys Assia und die Geschwister Schmid komponierte und die Filmmusik zu vielen berühmten Schweizer Filmen, wie Polizischt Wäckerli schrieb. Auch jener hatte während der Studienjahre grosses Interesse an Sport und war ein begeisterter Jazzmusiker, ist aber mit Walter nicht verwandt.

In diesem Interview vom 24. März erzählt uns Walter ausserdem, was er so denkt  und was er noch vor hat...

Mit etwa 27 entdeckte er die Mundharmonika und den Blues. Unter anderem weckten Eric Clapton und Roben Ford seine Leidenschaft zum Blues, die ihn nicht mehr los gelassen hat. Seither singt Walter und spielt die Mundharmonika. Seine Mitarbeit in vielen Formationen durch die Jahre ist beeindruckend. Er ist und war schon Gast bei einigen Deutschen und Schweizer Blues Formationen. Seit 2008 ist Walter Endorser für die Firma Hohner und spielt ausschliesslich Hohner Mundharmonikas.

Aktuell konzentriert sich sein musikalisches Schaffen auf fünf Projekte: Die 2 Bandprojekte „Walt’s Blues Box“ und die „Acoustic Blues Drifter“, Organisation der „Winterthur Blues Night“ und der „Thursday Blues Sessions“ im Albani, sowie die Arbeit an den Schulen. Zudem ist er Gastmusiker in verschiedenen Bands und hat auf verschiedenen CD Produktionen mitgewirkt. Damit gehört er zu den Leuten, die viel für die Musik im Allgemeinen und den Blues im Besonderen tun.

Walt’s Blues Box

 WaltsBluesBox.jpgDie Formation Walt’s Blues Box existiert seit 2006 in der Originalbesetzung mit Lukas Schwengeler, Felix Widmer, Markus Schelling und Marco Besomi. Seit kurzem ist Lukas Schwengeler nicht mehr dabei, da er seit Anfang März mit Sina auf Tour ist. An seiner Stelle ist Joe Schwach getreten, ein routinierter Gitarrist und Vollblut Musiker. Walt’s Blues Box spielt dynamischen, modernen und attraktiven Blues, der die Leute von den Sitzen reisst.

upperclasswindmachine.jpg Manchmal werden sie durch The Uperclass Windmachine ergänzt, einer hervorragenden Bläsergruppe bestehend aus Roman Weissert, Raffaele Lunardi, Silvan Kieser und Phil Powell.

Eine Rezension des Livemitschnitts des grossartigen Konzerts im Albani Music Club findet sich hier . Der nächste Event , bei dem man Walt’s Blues Box mit dem gesamten Bläsersatz hören kann ist das Blues Festival Basel , das am Mittwoch, 9.4.08 im Sudhaus Warteck in Basel eine Swiss Blues Night durchführt.

Acoustic Blues Drifter

Ganz anders als Walt’s Blues Box kommt das Duo Acoustic Blues Drifter daher. Zusammen mit Lukas Schwengeler spielt Walter wunderbaren akustischen Blues, der ganz in der Tradition der grossen akustischen Blueser steht. Beide sind sie hervorragende Interpreten, die ihre Instrumente beherrschen. Ihre Musik ist fein ziseliert und bewegt einem dazu, aufmerksam hinzuhören. Auch die Acoustic Blues Drifter werden immer wieder durch Gastauftritte erweitert. Die aktuelle CD wird demnächst hier besprochen.

Schule und Blues

In Klassenszimmern, oder auch ganzen Schulen präsentiert Walter Jugendlichen zwischen etwa 10 und 17 Jahren Geschichte und Musik des Blues. Gerade in diesem Alter erleben Jugendliche doch die Gefühle, die im Blues oft ausgedrückt werden, besonders intensiv: Freude, Lebensmut, Liebesfreud und –leid, Enttäuschung, Trauer und Hoffnung.

Im Rahmen von Kursen werden die vielen Seiten des Blues live demonstriert, die im Blues verwendeten Instrumente vorgeführt und mit musikalischen Beispielen die Geschichte des Blues mit audiovisuellen Mitteln dargestellt. Abgerundet wird der Kurs, indem der Einfluss des Blues auf die musikalische Entwicklung mit Beispielen aufgezeigt wird. So erfahren die Jugendlichen etwas darüber, wo die Wurzeln der zeitgenössischen Musik liegen und sehen das Ganze in seiner musikgeschichtlichen Entwicklung. Dadurch erschliessen sich den jungen Menschen Zusammenhänge, die ihnen mit dem blossen Konsum von Musik und dem Anhören der aktuellen Hitparade verborgen bleiben.

Leider ist dieses Projekt zurzeit ins Stocken geraten, da Lukas Schwengeler wegen seiner Tour nicht mehr zur Verfügung steht. Sobald sich ein Ersatzpartner gefunden hat, möchte Walter das Projekt wieder aufnehmen und weitere Schulen besuchen. So engagiert sich Walter Baumgartner nicht nur als Musiker in seinen Auftritten und CDs, sondern setzt seine Erfahrung, sein musikalisches Wissen und seine Fähigkeiten als Interpret dafür ein, dass Jugendliche nicht nur Freude am Blues entdecken, sondern nebenbei auch etwas über die Geschichte der modernen Musik erfahren.

Winterthurer Blues Night

bluesnightwinterthur2007.jpg Walter organisiert die Winterthurer Blues Night im Salzhaus. Die Idee ist, der Tatsache entgegen zu wirken, dass sich immer weniger Clubs und Bars Live Musik leisten können, so dass es immer schwieriger wird, Musik live zu erleben. Die 1. Winterthurer Blues Night fand im Dezember 2007 statt und war ein grosser Erfolg, an dem B.B. & The Blues Shacks, Walt's Blues Box & The Upperclass Windmachine with Special Guest: Yvonne Moore und die John Lyons Blues Band mitwirkten. Dieses Jahr wird die Winterthurer Blues Night am 27. Dezember stattfinden. Die Details dazu werden wir rechtzeitig publizieren.

Thursday Blues Session

Mit der Thursday Blues Session, die immer am 1. Donnerstag im Monat im Albani Music Club stattfindet, hat Walter ein weiteres interessantes Projekt ins Leben gerufen. Der Gedanke dabei ist, eine Jam Session durchzuführen, die jeweils von einer Hausband eingeleitet wird. Danach wird die Bühne für die anwesenden Musiker und Musikerinnen freigegeben. Die Session fand bereits sechs mal statt und ist ein grosser Erfolg. Eine wunderbare Idee, den Nachwuchs zu fördern.

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