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Lernen, wie das Solo von Stairway to Heaven geht? Die Harmonien zu Hey Joe? Gitarristen gehen heute spezifisch ins Internet für «Guitar Lessons». Leider gibt es viel Schrott und man kann Stunden damit zubringen, eine gute Lektion zu finden. Wir bei Bluesnews haben einen Favoriten gefunden, dessen Erklärungen leicht umzusetzen sind und mit guten Erklärungen aufwarten: Marty Schwartz. Der Mann ist eine Inspiration, deshalb unsere Empfehlung: Unbedingt ausprobieren!

Gitarre zu lernen hat sich seit dem Internet und speziell Web 2.0 stark verändert. Will man ein bestimmtes Stück lernen, ist es eine gute Idee, dies mit Hilfe des Internets zu tun. Hierbei bietet sich natürlich primär Youtube an. Bei Youtube gibt es eine grosse Menge von Gitarristen (auch natürlich auch Gitarristinnen), die «Lessons» unterrichten und ihre Videos ins Netz stellen. Dies ist eine interessante neue Entwicklung, aber leider gibt es enorme Mengen von sogenannten «Lessons» zu finden, in denen sich jemand mit der Videokamera aufgenommen hat, wie er einfach etwas spielt, ohne Erklärungen zu geben. Andere wieder können schlicht nicht erklären und schaffen die einfachsten Dinge nicht, etwa dafür zu sorgen, dass Sie einen Griff auf der Gitarre vernünftig vermitteln, also etwa sagen, welche Saite sie in welchem Bund drücken. Das kann manchmal ganz schön frustrierend sein, wenn man nur Teenager erwischt, die auf den Saiten rumwichsen. ein Beispieldieser speziellen Art. Kurzum: Es zeigt die Erfahrung, dass es mittlerweile viele Guitarreros gibt, die sich in Youtube tummeln, auch viele, die etwas aus dem Bereich Blues zeigen. Ein Besuch kann sich lohnen, wenn man jemanden findet, der gut unterrichten kann.

Selbstverständlich gibt es einige gute Beispiele, so bringen etwa Suchen nach Stefan Grossman oder Ernie Hawkins gute und gut erklärte Videos auf Youtube. Manche sind aber wiederum zu schwierig, etwa die Videolektionen von Dave van Ronk, die sehr anspruchsvoll sind. So muss man also jemanden suchen, der dem eigenen Niveau angepasst auch noch gut erklärt. Und immer wieder stellten wir fest: Marty Schwartz aus San Diego in Kalifornien ist ein Lehrer von herausragender Qualität, der Songs wunderschön anreichert mit harmonischen Varianten und kleinen Licks. Die Videos gehen in der Regel gegen 10 Minuten, auf denen sich Marty Zeit lässt, sein Anliegen klar zu erklären. Die Videos sind nicht vollgepackt, was manchmal natürlich etwas nervt, aber so sind nun mal Fernkurse jeder Art seit jeher. Die Texte sind alle englisch gesprochen, aber ich vermute, auch jemand mit rudimentären Englischkenntnnissen könnte den Erläuterungen folgen.

Marty Schwartz begann bei der Website www.nextlevelguitar.com , einem Portal solcher Lern-Videos. Viele seiner Videos kamen auf welchem Weg auch immer zu Youtube und Schwartz setzte sich mit der Qualität seiner Erklärungen durch. Er startete dann seine eigene Website www.guitarjamz.com, auf der man sich leicht registrieren kann und Zugang zu Jamtracks hat sowie zu weiteren Lektionen. Er hat selbstverständlich auch eine Myspace-Seite und ist auf Twitter präsent, wo er jeweils ankündigt, welche neuen Songs er hochgeladen hat. Er spielt Blues, Jazz, Funk, Rock und somit stellt die Summer seiner Erklärungen einen umfassenden Gitarrenkurs dar. Die Videos bei Youtube reichen aber schon ziemlich weit und selbst bei Dingen, die man auf den 6 Saiten beherrscht, gibt es manchmal nette kleine Tipps.

Alles in allem also fühlt sich eine Lektion bei Marty an, wie wenn man mit einem Freund über die Gitarre spricht und er zeigt einige coole Tricks aus seiner Trickkiste, und das macht die Lektionen so angenehm. Äusserst niederschwellig führt Schwartz ein in die Welt der höheren Melodik und Harmonienlehre, ohne dass es theoretisch würde. Alles ist sehr praxisorientiert und man kriegt bei jedem Video coole Ideen fürs die Weiterentwicklung des eigenen Spiels.

Hier schliesslich einige Beispiele für Gitarrenstunden mit Marty:

Eine einfache Chord-Lektion: Aufbauend auf den Standard-Akkordgriffen von D und C lädt Marty ein, mehr «Würze» in eine Begleitung zu legen:

Moll-Pentatonik als Grundlage für ein Solo:

Einführung in die Dur-Pentatonik als Begleitung für Blues:

Einführung in die Sext-Akkorde G6, D6 und F6:

Ein grundlegender A-Mixolydisch-Lick:

Einfache Erweiterungen für akustischen Blues in E:

Grundsätzliche Überlegungen dazu, wie man ein Solo aufbaut, d.h. Erklärung der einfache Blues-Moll-Pentatonik mit Blue Note:

Übungen zur Verbesserung des Groove:

Schöne Santana-artige Harmonien mit Dorischer Begleitung:

Grundsätzliche Überlegungen zum Stringbending:

Ausflüge ins Land der Jazz-Harmonien: Wie verwandelt man eine normale Blueskadenz in A in eine jazzogere Variante: durch Beifügung von Nonen- und Tredezimen:  

Schliesslich gibt es auch Song-Covers, manchmal als Jamtrack, manchmal mit Erklärungen. Ein Beispiel für beides: Ain’t No Sunshine When She’s Gone:
(Er spielt den Song)
(Lesson)

Sitting On The Dock of The Bay:

Van Morrisson Brown Eyed Girl: (Lesson)

 Melodie-Medley aus Star Wars: 

 Melodie-Medley aus Indiana Jones: 

Sein erstes Video auf Youtube ein Medley mit Stevie Ray Vaughan:

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