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exbluesive - Bluesclub im Dreyeckland, so heisst ein neu gegründeter Bluesclub in der Nordwestschweiz. Dreyeckland, so heisst die Region um Basel, welche die Stadt, einen Teil des süddeutschen Raumes und des Elsass einschliessen.

Ins Leben gerufen haben den Club eine Gruppe von Bluesenthusiasten um Klaus Deuss und Chris Ketterer. Klaus Deuss betreut den Bluescorner um das Radio Kanalratte, einem Sender, bei dem ehrenamtliche RedakteurInnen ein tägliches 24 Stunden Programm gestalten, das seit 1995 ausgestrahlt wird und im ganzen Bereich des Dreiländerecks über FM, im Rest der Welt über das Internet zu empfangen ist. Das Patronat für exbluesive hat der Verein Bluesfestival Basel um Louis van der Haegen übernommen.

Der Club wird regelmässig Blueskonzerte mit einer bekannten, internationalen Grösse in der Region organisieren und dabei jeweils eine lokale Band als Support auftreten lassen. Die Konzerte werden in erster Linie in der Galery Music Bar in Pratteln aufgeführt, einem Lokal an der Peripherie Basels, das ausgezeichnete Voraussetzungen dafür bietet. Ein erstes Testkonzert mit Henrik Freischlader fand am 14. Mai statt und hat alle Erwartungen übertroffen, so dass Chris und Klaus optimistisch in die Zukunft sehen. Der Spielplan für die kommende Saison steht auch weitgehend fest. Wir hatten Gelegenheit, mit den beiden zu sprechen. Inhalt und Dauer des Gesprächs liessen grosses Engagement und Liebe zum Projekt erkennen. Wir drücken die Daumen!

Das Gespräch führten wir zusammen mit Marco Piazzalonga. Fragen kamen entweder von ihm, oder von uns. Das Gespräch ist gekürzt wiedergegeben.

exbluesive weckt zwei Assoziationen: exklusiv und explosiv. Was trifft es am besten?

Klaus Deuss (KD): Das müsste eigentlich Chris beantworten, die Wortschöpfung stammt von ihr.

Chris Ketterer (CK) Es sind beide gemeint. Wir möchten explosiven und exklusiven Blues bieten. Ausserdem kann man sich auch noch ein „L“ denken, dann wird daraus BlueLive, denn Live ist das dritte Attrtribut, das unsere Idee verkörpert.

Was ist denn exklusiv an Eurem Angebot?

KD: Also exklusiv nicht im Sinne von ausschliessend. Wir verfolgen mit unserer Idee zwei Ziele: Wir möchten exklusives im Sinne von hochstehender Qualität anbieten und bekannte Namen aufführen. Nun ist bekannt ein relativer Begriff, aber auf alle Fälle steht die Qualität im Zentrum. Nach Möglichkeit möchten wir dem Nachwuchs eine Chance bieten und deswegen die Gigs als Doppelkonzerte organisieren, jeweils mit einer lokalen, regionalen oder nationalen Band im Vorprogramm.

In Basel gibt es nicht besonders viele Gelegenheiten für junge Musiker, sich dem Publikum zu stellen. Mit einem guten Programm werden die Besucher auch ermutigt, sich mal etwas anzuhören, das sie noch nicht kennen.

Ausserdem würden wir uns grundsätzlich einen Jam wünschen. Das wird nicht immer gelingen, aber wir bieten es allen Bands an. Dann könnten Besucher oder die zweite Band vielleicht ein oder zwei Stücke zusammen spielen, das Ende wäre dann offen.

CK: wir hoffen, dass sich das dann im Publikum herumspricht und die Leute ermutigt, Ihre Instrumente mitzubringen. Das Lokal ist dafür bestens geeignet, das Ende offen zu halten.

Ist die Galery grundsätzlich das Lokal, in welchem die Gigs stattfinden?

KD: Da muss ich weiter ausholen. Wir haben uns absichtlich als trinationalen Verein gegründet. Das ist im Grunde eine rechtlich nicht mögliche Konstruktion. Rein formal sind wir ein Verein nach Schweizer Recht, aber vom Verständnis her sind wir überregional. Der Vorstand setzt sich auch aus Schweizern, Deutschen und Franzosen zusammen. Wir werden sicher unsere Aktivitäten überregional und damit übernational halten und damit auch in Deutschland und Frankreich Konzerte abhalten. Stammlokal ist aber im Moment das Galery.

In den anderen Ländern ist also noch kein Lokal festgelegt.

KD: Nein. Es hängt auch mit der Grösse zusammen. Wir trauen uns durchaus an grössere Anlässe heran.

Finden die Gigs am Wochenende statt?

CK: Ja, Wir würden gerne den Samstag als Veranstaltungstag etablieren. Das Galery ist von der Autobahn leicht zu erreichen und daher für Frankreich, Deutschland und die Schweiz günstig gelegen. Es gibt drei Parkdecks, die kostenlos zur Verfügung stehen. Das Lokal bietet die Möglichkeit zum Open End. Gigs können auch drinnen, oder auf der Terrasse stattfinden. Wir können auch ein Barbecue durchführen und damit den Kontakt intensiver gestalten

Also eine Art Ground Zero des Dreyeckland.

KD: (lacht) Das wäre natürlich schön.

Wieviele Veranstaltungen sind denn geplant?

KD: Wir rechnen mit etwa zehn bis zwölf Veranstaltungen pro Jahr. Da im Sommer Clubgigs schwierig sind, dürfte es auf einen bis zwei Gigs pro Monat hinauslaufen.

Wie sieht es mit den Preisen aus?

CK: wir sind nicht gewinnorientiert. Der Verein soll selbsttragend sein, dadurch hoffen wir, attraktive Preise anbieten zu können.

Wird es denn eine Mitgliedschaft geben?

KD/CK: Es ist eine aktive und eine passive Mitgliedschaft vorgesehen. Passivmitglieder sehen wir als Gönner, die dann natürlich zu ermässigten Bedingungen Gigs besuchen können.

Und Aktivmitglieder?

KD: Aktivmitglieder sind solche, die bereit sind, mitzuarbeiten. Die Anlässe sind mit sehr viel Arbeit verbunden.

Wie sieht es mit der Kommunikation aus?

CK: Es gibt eine Website, www.exbluesive.com die alle Informationen enthält: Informationen zum Club und zur Mitgliedschaft, Informationen zu den Veranstaltungen mit Reviews, Bilder der Gigs - eine Art Hall Of Fame und natürlich Links zu anderen Blues Sites. Dazu planen wir einen Newsletter. (Die Website ist noch im Aufbau. Die Redaktion)

Was ist denn geplant? Gibt es Highlights?

KD: Ja, Lowlights gibt es keine, was die Qualität der Musik angeht. Unser Testkonzert mit Henrik Freischlader war mehr als ausverkauft. Offizielle Eröffnung wird am 29. Oktober sein. Es werden zwei Bands auftreten, genauer eine Band, einen Künstler, einen Solisten einladen: Abi Wallenstein und Bluesculture mit Steve Baker und Martin Röttger.

Als zweites möchten wir Steve Baker mit Bill Bourne zusammen bringen, weil wir glauben, die beiden passen ideal zusammen. Die beiden kennen sich nicht, ausser von CDs.

Wir müssen dazu natürlich Bill Bourne aus Kanada einfliegen, das ist für uns nicht zuletzt auch eine finanzielle Herausforderung. Wir wollen es aber unbedingt realisieren und es wird eine Weltpremiere sein, die beiden sind noch nie zusammen aufgetreten.

CK: Bill Bourne ist in Kanada ein Begriff. Er war für 7 Juno Awardsnominiert und hat vier gewonnen. Er kam mit Tri Continental nach Europa. Sie bestehen aus drei Gitarristen, einer davon ist Bill.

Für die Eröffnung gibt es deshalb ausnahmsweise keinen Support Act eines lokalen Musikers. Für den 19. November konnten wir einen deutschen Nachwuchsgitarristen verpflichten. Im Dezember wird Manu Hartmann auftreten.

Und im Hauptprogramm?
KD: Louisiana Red im Dezember

CK: Als Verbeugung vor seinem Lebenswerk. Im November dann Big Daddy Wilson.

Dann bleibt uns nur noch, viel Erfolg zu wünschen. Besten Dank für das Gespräch.

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