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Bücher

Jazz, Jazz und nichts als Jazz

Der Journalist Peter Rüedi ist der Grand Seigneur des Jazz-Journalismus in der Schweiz. Und ein enorm fleissiger dazu. Rüedi hat über Jahrzehnte die Weltwoche mit seinen Jazz-Rezensionen und biographischen Kolumnen bereichert und nun sind zu seinem einundsiebzigsten Geburtstag die gesammelten Kolumnen erschienen. Der mit 1850 Gramm und 1320 Seiten Umfang monumentale Band ist unter dem Titel Stolen Moments erschienen und Bluesnews.ch hat sich das Buch angesehen. Bei aller Fachkenntnis seitens Peter Rüedis sei dennoch ein Wort der Warnung angebracht: Für Bluesfans ist hier nichts zu holen. Gar nichts. Jazz ist hier eng definiert und darin hat der Blues keinen Platz.


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Afro-amerikanische Musik im Licht der schwarzen Bürgerrechtsbewegung

Der hier zu besprechende Band ist eine Studie von Jürg Martin Meili, einem Mittelschullehrer und freischaffenden Journalist, mit der dieser Arbeit 2010 an der Universität Zürich promovierte. Meili untersucht in seiner Doktorarbeit die wechselseitige Abhängigkeit von Kunst, insbesondere Musik und der Identität einer Gruppe, die diese Musik anhört am Beispiel der Afro-amerikanischen Bevölkerung der USA. Mit anderen Worten, er untersucht, inwieweit die Musik der Schwarzen Bevölkerung der USA mithalf, eine Identitätsfindung zu ermöglichen in der politischen Umbruchphrase der USA in den 1960er Jahren, als Martin Luther King und Malcolm X für die politische Gleichberechtigung und die tatsächliche Umsetzung des Wahlrechts kämpften, das den Schwarzen aufgrund von sog. Jim-Crow-Gesetzen weitgehend verwehrt war. In dieser Arbeit, die unter dem Titel Kunst als Brücke zwischen den Kulturen : Afro-amerikanische Musik im Licht der schwarzen Bürgerrechtsbewegung im transcript-Verlag erschienen ist, bemüht sich Meili, die zwei grossen Themenkreise Schwarze Musik und Bürgerrechtskampf unter einen Hut zu bringen. Ein sehr ambitioniertes Unterfangen, für dessen Umsetzung Meili an manchen Stellen die analytische Schärfe vermissen lässt. Insgesamt aber ist ihm eine ansprechende Darstellung in Deutscher Sprache gelungen, die begeisterte Leser finden wird unter denjenigen, die mit dem politischen Kampf um Gleichberechtigung kaum oder wenig vertraut sind. Der Titel ist etwas sonderbar, denn die Brücke zwischen den Kulturen wird wenig thematisiert, vielmehr wird Musik als Vermittler eines Zusammengehörigkeitsgefühl in der Schwarzen Bevölkerung behandelt.

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Für anspruchsvolle Auotdidakten
Nach einer kurzen Karriere als Musiker hat sich der New Yorker Kenny Chipkin entschlossen, zum Autor von Gitarrenlehrbüchern zu werden. Chipkin hat nach ersten Transkriptionsarbeiten für Guitar World und andere Magazine über 200 Tabluatur-Transkriptionen veröffentlicht in allen Stilrichtungen der Gitarre ausser der Klassik. Ausserdem hat er zahlreiche Lehrbücher verfasst zur Rock- und Bluesgitarre. Das heisst er ist ein erfahrener Didaktiker, mit Jahren an Erfahrung. Diese Erfahrung bringt er ein in die überarbeitete Version seines Instruktionsbuches Real Blues Guitar, die nun mit einer DVD ausgerüstet vorliegt. Es ist ein ausgezeichnetes Buch über das Erlernen von Blues-Gitarre mit einem sehr umfassenden Anspruch. Ziel seines Unterrichts ist dabei eine moderne und vielseitig anwendbare Gitarre, die bei ihm auf der DVD streckenweise unpersönlich und etwas anonym klingen mag, die aber für jeden ernsthaften Student oder Studentin seines Stils von gewaltigem Nutzen sein dürfte. Wie alle Lehrbücher braucht auch dieses viel Zeit und Geduld, aber wer diese aufzubringen bereit ist, hat hier eine tolle Vorlage für Bluesgitarre im Selbststudium. Das Buch richtet sich an Spieler vom Anfänger mit Grundkenntnissen bis zum fortgeschrittenen Gitarristen. Das Buch mit der DVD ermöglichen den Aufbau eines eigenen musikalischen Repertoires, bei dem man alles Technische lernt, um gut und authentisch Bluesgitarre zu spielen. Profis werden darin naturgemäss wenig Neues finden, der Kurs richtet sich an Gitarristen, die in einer Band oder mit technischen Hilfsmitteln alleine am Feierabend Bluesmusik machen.
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Abendlektüre

Journalist Art Tipaldi ist heute der Chefredaktor von Blues Revue, einem wichtigen und einflussreichen Bluesmagazin, das in Print wie auch Online erscheint. Der Blues-Journalist hat 2002 ein Buch veröffentlicht mit dem Titel Children of the Blues : 49 Musicians Shaping a New Blues Generation. Darin wird die nächste Generation von Bluesmusikern vorgestellt, und der Fokus liegt dabei gemäss eigenem Anspruch darauf, dass diese jungen Musiker nicht nur die Flamme des Blues weiter am Brennen halten, sondern wie sie sich in einer Tradition ihren Lehrern gegenüber verpflichtet sehen. Das Konzept ist wirklich gut und wenn man an dem Buch auch einiges aussetzen kann, hat Tipaldi doch irgendwie ein nettes Lesebuch kompiliert. Über die Auswahl der Musiker, die vorgestellt werden, kann man natürlich immer die Stirne runzeln, aber etwas anderes ärgert viel grundlegender an seinem Buch. Der Titel und das Titelbild führen in die Irre, denn so viele Blueskinder gibt es nun auch wieder nicht, wie auch Tipaldi bald eingestehen muss.

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Hohe Erwartungen

«Hal Leonard» ist der marktführende Verlag im Bereich der autodidaktischen Gitarrenliteratur und Notentrakskription. Sie teilen den Markt mit ihrem wohl grössten Mitkonkurrenten «Mel Bay», aber der Branchenprimus ist klar «Hal Leonard». In ihrer Verlagsreihe «Backbeat Books» ist nun ein Werk erschienen mit dem all-umfassenden Titel The Blues Guitar Handbook : A Complete Course in Techniques and Styles, verfasst und aufgenommen von Adam St. James, einem Musikjournalisten. Das Buch umfasst 256 Seiten und eine beigelegte CD, und Adam St. James verspricht auf dem Cover, dass man mit diesem Kurs alles erlerne, was man zu wissen brauche und dass man mithilfe des Buches alle Stilrichtungen des Blues erlernen könne, «from basic to advanced». Das sind selbstverständlich Marketing-Sprüche. Doch in welchem Mass wird dieser Kurs dem eigenen hohen Anspruch auch gerecht?

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50000 Saiten

Da mag man sich denken: Schon wieder eine Blues-Autobiograpie? Ja, aber diese ist anders. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass die Generation der Nachkriegs-Musiker beginnt, ihre Memoiren aufzuschreiben. Nach Keith Richards und Klaus Voormann legt Hans Theessink mit Big Bill’s Guitar als ein weiterer Europäer seine Memoiren vor, in denen er eine Reihe von Informationsperlen mit einer sympathischen Nonchallance präsentiert. In Form eines langen Interviews spricht der Niederländer über seinen Werdegang, aber auch sein Verständnis der Musik. Dabei lässt er die Leser ganz nahe an sich heran und es ist deshalb ein intimes und berührendes Buch geworden. Der Zugang wurde nicht leicht gemacht, aber im Gespräch bestätigt Theessink, was auf den Alben zu hören ist: Gradlinigkeit, Authentizität und Bescheidenheit zeichnen diesen grossartigen Musiker aus. 

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